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01.11.2010 Von: BNA GERMANY®

Katrina Kaif

Es kommt nicht oft vor, dass man von solchen Erfolgsgeschichten wie der von Katrina Kaif, der Queen Bollywoods, hört. Ganz nach dem Motto: "Ich kam, sah und siegte" erobert sie Bollywood. Besonders für Frauen ist es nicht ganz einfach, in der doch von Männern dominierten Bollywood-Welt, ihre eigene Identität zu finden. Männer überleben länger auf der Leinwand, als Frauen. Frauen müssen jung und sexy sein, selbst neben alternden männlichen Darstellern. Während männliche Schauspieler meist die starken Charakterrollen spielen, bleibt für die weiblichen Darstellerinnen kaum mehr Platz, als in der Rolle der jungen, umwerfend aussehenden Gespielin oder als Item-Girl in den Song-Sequenzen. Für Katrina Kaif stellte sich die Filmwelt Bollywoods genau so dar und es war sicherlich nicht einfach für sie, aus dem Schattendasein als Freundin Salman Khans herauszutreten und ihren eigenen Weg zu gehen. Doch sie schaffte es und ist dabei erfolgreicher denn je.


Katrina Kaif

Katrina Kaif

Katrina Kaif wurde am 16. Juli 1984 als Tochter des Inders Mohammed Kaif und der Britin Suzanne Turquotte in Hong Kong geboren. Nach der Trennung ihrer Eltern wuchs sie in Hawaii auf, bevor sie zusammen mit ihrer Mutter nach England ging. Dort arbeitete sie als Schauspielerin und Modell. Mit nur 14 Jahren begann sie als Modell für eine Schmuck-Kampagne zu werben. Als Modell lief sie auch auf der London Fashion Week. Mit 19 Jahren ging sie schließlich nach Indien. 

 

Im Jahr 2003 kam Katrina Kaif mit dem wenig bekannten Film "Boom", bei welchem Kaizad Gustad Regie führte, nach Indien. Sie konnte noch nicht einmal Hindi sprechen und musste daher vorerst kleinere Rollen, wie die an der Seite Abhishek Bachchans in "Sarkar" im Jahr 2005 annehmen. Noch im gleichen Jahr bekam sie die Rolle an der Seite Salman Khans in dem Film "Maine Pyar Kyun Kiya". Doch sie blieb nur eine attraktive Nebendarbietung - den weitaus größeren Teil des Films stand Salman Khan zu. Man sprach der jungen Dame mit dem seltsam britischen Akzent kaum schauspielerisches Talent zu. JA, sie hat funkelnde Augen und ein niedliches Lächeln - aber Talent? Kritiker warfen ihr mangelndes schauspielerisches Talent vor, eine unangenehme Stimme, die jede emotionale Szene ruiniert und die völlige Unkenntnis der Hindi-Sprache. Sie wurde synchronisiert in ihren Nebenrollen und bekam nie die Chance, eine Hauptrolle zu erhalten. Katrina Kaif reagierte nie öffentlich auf die ganze Kritik, fing jedoch an, noch härter an sich und ihrem Erfolg zu arbeiten.

Durch ihren Film "Namastey London" aus dem Jahr 2007, der ein riesen Hit am Box-Office wurde, wurde auch der Name Katrina Kaif immer geläufiger. An der Seite Akshay Kumars kam sie als frisches, glaubwürdiges junges Mädchen rüber und spielte ihre Rolle derart gut, dass auch die Stimmen, die von mangelndem Talent sprachen, leiser wurden. Sie spielte hier die Rolle eines indischen Mädchens, das im Westen aufgewachsen ist und sich im Konflikt zwischen indischen Traditionen und westlicher Moderne befindet. Dank ihrer überzeugenden Performance nahm man endlich Notiz von ihr. Schon kurz darauf spielte sie größere Rollen in Filmen wie "Partner" und "Welcome" und musste sich gegen so gestandene Schauspieler wie Govinda, Nana Patekar und Anil Kapoor behaupten, was ihr auch gelang. Sie kam in den Filmen als gereifte Schauspielerin rüber. Doch noch immer schien dies nicht der Durchbruch in der Karriere Katrina Kaifs zu sein und sie musste weiter kämpfen. "Race" mit Saif Ali Khan und "Singh Is Kingg" erneut mit Akshay Kumar, brachten sie dem Erfolg ein wesentliches Stückchen näher. Sie gewann nicht nur den IIFA-Award als beste Schauspielerin in "Race" und den Apsara Award als beste Nebendarstellerin  in "Race", sondern gewann auch den Stardust Award als "Star des Jahres 2009".

Sie hat sich zu einer gestandenen Schauspielerin entwickelt und bringt ihre schauspielerischen Leistungen scheinbar mühelos in Filmen wie "Ajab Prem Ki Gajab Kahani" mit Ranbir Kapoor oder "New York" an der Seite von John Abraham zur Geltung. Ihre Rolle in "New York" schien fast perfekt zugeschnitten für Katrina Kaif, zeigt der Film doch einen Teil ihrer eigenen Identität. 

Katrina Kaif kam nach Indien als eine von vielen, die zwar ein ganz nettes Gesicht haben, aber scheinbar völlig talentfrei sind und entwickelte sich zu einer angesehenen Schauspielerin. Heute hält sie sogar Vergleichen mit anderen weiblichen Stars wie Kajol, Kareena Kapoor oder Priyanka Chopra stand. "Raajneeti" von Regisseur Prakash Jha ist ein weiterer Meilenstein in der Karriere Katrina Kaifs. Bis dahin hätte ihr niemand zugetraut, auch wenig glamouröse Rollen überzeugend spielen zu können. Ihre Leistung in der Rolle als Indu Pratap spricht jedoch für sich.

Bollywood ist ein hartes Geschäft. Leichte Rückgänge auf der Beliebtheitsskala, ein leichter Abfall in der Leistung und bei Frauen im Aussehen führen schnell dazu, dass man weg vom Fenster ist. Nur eine gleichbleibend gute Leistung und ein glückliches Händchen bei der Wahl seiner Rollen, ständiges Lernen aus Erfahrungen und stetige Weiterentwicklung sind erforderlich, wenn man auf der Welle des Erfolgs bleiben will. Katrina Kaif hat sich nicht nur als Schauspielerin weiter entwickelt, sondern auch menschlich.

Am 24. Dezember 2010 kommt voraussichtlich ihr neuer Film "Tees Maar Khan" - erneut an der Seite Akshay Kumars - in die Kinos. Es scheint ganz so, als habe Katrina Kaif ihren Platz in Bollywood gefunden und wird dort länger bleiben, als gedacht.


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