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01.06.2011 Von: BNA GERMANY®

Indische Bundesstaaten: Maharashtra

Sehr wenige Staaten in Indien bieten so viele touristische Möglichkeiten wie Maharastra, dieser riesige Staat im Westteil Indiens. Mit einer Küstenlinie von mehr als 700 Kilometern entlang des mächtigen arabischen Meers beherbergt der Staat auch Berge, Wasserfälle, Flüsse, Seen, Tierreservate, Felshöhlen, Forts und bietet für fast alle Arten des Tourismus etwas passendes. Man kann fast alles, vom Bergsteigen, über Trecking und Gleitfliegen, das Meersurfen, Rudern, Heißluftballonfahrten, Felsenklettern bis hin zu einer Tiersafari genießen. Maharashtra ist ein vibrierender Staat mit bunten Festen, einzigartiger und besonderer Kochkunst, eigenen Künsten und Handwerk.


Ajanta Caves

UNESCO Weltkulturerbe: Die Ajanta-Höhlen

Ratnagiri Beach

Ratnagiri Beach

Mahabaleshwa

Mahabaleshwa

Mit dem Zug nach Matheran

Mit dem Zug nach Matheran

Der Staat hat eine reiche Tradition an weltberühmten Felshöhlen, die in das 2. Jahrhundert v. Chr. zurückdatiert werden und im Laufe mehrerer Jahrhunderte künstlerisch ausgestaltet wurden. Die Höhlen von Maharashtra haben eine außergewöhnliche Anziehungskraft und Ausstrahlung. Angeschmiegt an die beeindruckende Sahayadri Bergkette haben diese Höhlen Mönche der verschiedensten Religionen beherbergt und bieten sich für einen Besuch an, der unvergesslich bleiben wird; ein Besuch, der einen Sinn der Entdeckungslust, der Entdeckung des eigenen Selbst und des Göttlichen wecken wird. 

Die Ajanta und Ellora Höhlen sind der ganze Stolz von Maharashtra. Die in den Felsen geschnitten Höhlen dieser beiden Orte sind weltberühmt und illustrieren den Grad der Sachkenntnis und der Kunstfertigkeit, die indische Handwerker bereits vor mehreren hundert Jahren erreicht hatten. Entdeckt wurden die älteren Ajanta Höhlen am Anfang des 19. Jahrhunderts, und das ganz zufällig durch eine Gruppe britischer Offiziere auf Manöver, während die Höhen in Ellora um ungefähr 600 Jahre jünger sind. Das Dorf Ajanta liegt in den Sahyadri Hügeln, ungefähr 99 Kilometer von Aurangabad entfernt.

Erreichbar mit dem Flugzeug von Aurangabad aus und einige Meilen davon entfernt in einem riesigen Hufeisen-förmigen Felsen gelegen überblicken die 30 Höhlen von Ajanta einen Engpass. Jede dieser Höhlen bildet ein eigenes Zimmer im Hügel, manche mit weiteren innenliegenden Zimmern. Alle sind aus dem festen Felsen mit Hammer und Meißel geschlagen worden. Hier gruben die Handwerker sogenannte „Chaityas“, Kapellen für die buddhistischen Mönche und deren Gebete und „Viharas“, Klöster, aus, in denen sie lebten und unterrichteten. Viele der Höhlen haben die exquisitesten und ausführlichen Schnitzereien auf den Wänden, Säulen und Eingängen sowie verfügen über großartige Wandgemälde. Geschaffen über eine Spanne von mehr als 600 Jahren sind die Ajanta Höhlen Teil des Weltkulturerbes. Die Höhlen tragen schöne Freskomalereien, alle Höhlen wurden bewusst so geschlagen, dass das Tageslicht in sie zu jeder Zeit hineingelangen kann und sie somit bewohnbar sind. Früher wurden Metallspiegel oder Laken von weißem Stoff verwendet, um Sonnenlicht in die inneren Rücksprünge der Höhlen zu spiegeln.

In Ellora, 26 Kilometern von der Stadt Aurangabad entfernt, wurden die Höhlen-Tempel und Kloster aus der vertikalen Oberfläche einer steilen Böschung ausgegraben. Sie breiten sich in einer geradlinigen Anordnung weit aus, und die 34 Höhlen beherbergen buddhistische „Chaityas“ oder Säle der Anbetung und „Viharas“ oder Klöster, Hindu und Jain Tempel. Die eindrucksvollste Ausgrabung ist die des großartigen Kailasa Tempels in Höhle Nr. 16, der die größte monolithische Struktur in der Welt darstellt. Interessanterweise wurde Ellora im Gegensatz zu Ajanta nie 'wieder entdeckt'. Da der Ort sehr nah an der Stadt liegt, war er immer zugänglich gewesen. Die Höhlen schauen im Monsun Regen wunderschön aus, wenn ein Wasserfall sich über einer von ihnen hinunter ergießt. Diese Höhlen gehören zu drei verschiedenen Sekten und wurden in drei unterschiedlichen Zeiten erschaffen.

Fast neun nautische Meilen über das Meer hinweg vom Gateway of India entfernt liegt Elephanta, auch bekannt als „Gharapuri“. Diese grüne Insel ist wegen ihrem wunderbaren, im 7. Jahrhundert in den Felsen geschnittenen und Lord Shiva gewidmeten Höhlen-Tempel berühmt geworden. Regelmäßige Ausflüge zu Elephanta legen jeden Tag vor dem Gateway of India in Mumbai ab. Die Höhlen sind montags geschlossen. Sowohl Ellora als auch die Ajanta Höhlen sind durch eine Straße von Aurangabad aus erreichbar. 

Die 720 Kilometer lange Liebesbeziehung von Maharashtra mit dem arabischen Meer erstreckt sich von Dahanu und Bordi im Norden bis nach Goa in südlicher Richtung. Wenn Sie eine Vorliebe für Sand, Meer und Brandung haben, hält dieser Staat sehr viele interessante Optionen für Sie bereit. Fast alle Orte sind recht praktisch mit Mumbai verbunden. Das Küstenklima von Maharashtra macht das Reisen das ganze Jahr über angenehm. Das Meer ist nur während des Monsuns rau, der zwischen Juni und September hereinbricht.

Ganapatipule ist einer der sensationellsten Strände entlang der konkanischen Küste - eine idyllischer Rückzugsort, der Ruhesuchende, Strandliebhaber und Pilger gleichermaßen anzieht. Abgesehen von seinem sauberen Strand und reinem Wasser ist Ganapatipule reich an Flora, einschließlich Mangrovebäume und Kokospalmen. Hier können Sie die hektische Welt zurücklassen, weil Sie ringsherum auf goldenem Sand die Seele baumeln lassen können. In diesem Küstenstreifen liegt das schöne Dorf Veineshwar, nördlich vom Shastri Fluss aus gesehen, das seinen eigenen friedlichen und von Kokospalmen gesäumten Strand hat. Ungefähr 25 Kilometer von Ganapatipule entfernt liegt die Bezirkshauptstadt Ratnagiri mit schönen, von der Sonne verwöhnten Stränden und einem Hafen.  

Ganapatipule bietet eine Vielfalt an lokalen Spezialitäten und Rezepten, so z.Bsp. Ambapoli (dünne Fladen aus getrocknetem Mangomus) und Phanspoli (dünne Fladen aus getrockneter Jackfruit, einer dort heimischen Frucht) an. Fischcurry und Kokam kadi (ein rosafarbenes Verdauungsgetränk), sind auch ein Verkosten wert. Vegetarier können sich auf einfache, aber schmackhafte Mahlzeiten freuen: Dal (Linsen), verschiedene Gemüse in einer Sauce auf Kokosnussbasis und Modak - eine typische Süßspeise. Der nächste Flughafen ist in Kolhapur. Ratnagiri besitzt einen Bahnhof, der die Stadt mit Goa und Mumbai verbindet. 

Mit seinen langen weißen Stränden und den mit Cashew-, Kokos-, Jackfruit- und Mango-Wäldchen bedeckten Hügeln lockt die ursprüngliche und schöne Stadt Vengurla. Nach Westnordwesten hin liegen die Vengurla-Felsen, die auch als „Verbrannte Inseln“ bezeichnet werden. Dort, wo einmal eine eingeschlossene Insel lag, die jetzt ein Teil des Festlandes ist, liegt die alte Stadt Malvan, die durch die Palmen fast verborgen ist. Das felsige Terrain von Malvan beherbergt 2 Forts: Sindhudurg und Padmagad. Es wird gesagt, dass es einen unterirdischen Weg gab, der die beiden miteinander verbindet. Einige Menschen versuchen noch immer, diesen Weg zu finden und suchen danach. Früher eine Handelszone, so ist Malvan heute für seine Salzpfannen, chinesische Tontöpferwaren und die spezielle Malvani Kochkunst bekannt, die gegenüber der Konkani Küche ziemlich verschieden ist.

Sechs Kilometer südlich von Malvan und 546 Kilometer von Mumbai entfernt liegt an der Küste von Maharashtra der Ort Tarkarli. Die Hauptattraktion hier sind die langen und schmalen Strände mit ihrem kristallklaren Wasser. An einem klaren Tag können Sie den Meeresboden in einer Tiefe von 7 Metern noch erkennen. 

Nördlich von Mumbai und weit weg von ihren geschäftigen Menschenmengen und ihrer Verschmutzung gibt es drei populäre Punkte, die ein Anziehungspunkt für die Spaß liebenden Leute der Umgebung und Mumbais geworden sind. Marve, das nächste und das ruhigste ist ein schönes kleines Fischerdorf. Niedrige Hügel entlang dem Strand bieten Ihnen außergewöhnliche Ansichten vom Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. 

Gorai und Manori werden ein wenig weiter entfernt von Nachtschwärmern heimgesucht, beide Dörfer sind wegen ihrer nächtlichen Strandparties berühmt, die bis in die frühen Morgenstunden andauern. Marve liegt ungefähr 40 KM mit dem Auto von Mumbai entfernt. Sie können am Malad Bahnhof, einem Vorstadtbahnhof der Western Railway Line) aussteigen und durch die Straßen weitergehen. Eine 15-minutige Fährfahrt von Marve oder Borivali wird Sie zu Manori oder Gorai bringen.

Zwei Strände 12 Meilen nördlich von Alibag an der Nordküste sind leicht von Mumbai aus zu erreichen. Mandwa ist ein schöner, unberührter Strand; an einem klaren Tag kann man eine lange, atemberaubende Ansicht über die Bucht bis Gateway of India genießen. Das Dorf Mandwa besitzt ebenfalls seinen ganz eigenen Charme - mit seinen schönen Wäldchen von Kokospalmen. Sie können einen ungewöhnlichen Zelt-Urlaub in der Nähe in Kihim planen. Unverdorben und isoliert hat dieser schöne Ort eine beruhigende Wirkung auf alle Stadtbewohner. Für den Natur-Liebhaber bietet Kihim viel: Wälder, die von wilden Blumen überwuchert werden und von seltenen Schmetterlingen und Vögeln bevölkert sind. Auch ein Besuch des Kolaba Forts lohnt sich, das gerade mal einen Katzensprung von der Küste entfernt liegt. 15 Kilometer von Alibag entfernt findet man Chaul, einen historischen Ort mit portugiesischen Ruinen, buddhistischen Höhlen, den königlichen Bädern des „Hamam Khana“, einer Kirche, einem Tempel und sogar einer Synagoge.

Die Geografie von Maharashtra zeigt Beweise einer Gotteshand. Von Norden bis Süden durch die ganze Länge hindurch verlaufen die steil aufragenden Western Ghats. Die Vorgebirge und Ausläufer reichen manchmal bis an die Küste heran und ziehen sich an anderen Orten bis 40 oder 50 Kilometer weit ins Landesinnere zurück. Sie scheinen ein ewiges Spiel mit dem Arabischen Meer zu spielen. Schüchtern in diesen Bergen versteckt liegt auf einer Höhe von 200 Metern die Hill Station von Maharashtra. Die Stadt bietet eine saubere, ruhige und umfassende Alternative zum Großstadtleben. Es gibt wahrscheinlich nur hier in ganz Indien die Möglichkeit, das Eintauchen der Landmassen in die glitzernde See zu beobachten. 

Hochragende Gipfel, atemberaubende Täler, üppige Flora, kühle und klare Bergluft gibt es in Mahabaleshwar, der populärsten Hillstation von Maharashtra zu bewundern, die früher einmal die Sommerhauptstadt der Bombayer Vorherrschaft während der britischen Herrschaft war. Mahabaleshwar bedeutet „Gott der Großen Macht“ auf Sanskrit. Tatsächlich ist der Platz groß und freigebig und belohnt den Besucher mit einer Mischung aus altertümlichem Charme, natürlicher Schönheit und Modernität. Mahabaleshwar hat vernünftig befahrbare Straßen zu jedem sehenswerten Punkt der Umgebung. Deshalb kann man den Ort mit dem Auto, Jeep, oder sogar zu Pferd bereisen. Weil der schöne Venna See nur eine kurze Autofahrt von der Stadt entfernt ist, kann man dort sehr gut Fischen und Angeln, Boot fahren und Pony reiten. In der Nähe des Sees, weiter der Straße entlang, liegen auf dem Weg ins benachbarte Panchgani die großen Erdbeerfelder.

Mahabaleshwar ist für seine zahlreichen Besichtigungspunkte bekannt, von denen jeder einzelne eine einzigartige Perspektive der majestätischen Hügelkette bietet. Auf der Strecke zum Babington Point liegt Dhom Damm, wo man einen Platz für eine Rast und Pause findet. Mahabaleshwar ist ein großartiges Ferienziel, und das bis auf die Monsunzeit das ganze Jahr über. Nur Zwischen Ende Juni und Mitte September machen Wolkenbrüche diese Hillstation wortwörtlich unpassierbar, Reisen zu diesen Zeiten sind nicht ratsam. 

Ungefähr 19 Kilometer von Mahabaleshwar entfernt liegt die Hillstation Panchgani (Land der fünf Hügel). Panchgani ist für seine Erdbeer- und Himbeer-Farmen bekannt und Besucher von Mahabaleshwar besuchen fast immer auch Panchgani. Ein „Toy Train“, ein Miniaturzug kann Sie in diese Hillstation bringen. Während der zweistündigen Auffahrt springen Nahrungsmittelverkäufer und Affen auf den Zug auf und auch wieder ab. Die Laufwege hier werden durch Bäume und eine üppige Vegetation dick bedeckt. De Fluss Krishna windet sich durch winzige kleine Dörfer, Farmen und Schluchten, Hunderte von Metern unterhalb der Bahntrasse. 

Ungefähr 100 Kilometer von Mumbai entfernt findet man Matheran , einen hügeligen Bergkamm und „Hilltop“, der sich auf einer Höhe von 800 Metern entspannt ausbreitet und sich grün ummantelt dem Besucher zeigt. Die Klippen von Matheran mit unglaublich steilen Abhängen bieten atemberaubende Aussichten. Wenn man am Hart Point in völliger Dunkelheit steht, dann bekommt man einen atemberaubenden Blick auf die Lichter des geschäftigen Mumbais. Matheran hat viele solche Stellen, die mit Wortspielen benannt wurden und an denen man bestens picknicken und bei einem Lagerfeuer sich seinen Träumen hingeben kann. Der Charme der alten Welt mit den Häusern aus der Zeit der Briten und Parsen fesselt jeden auf dem Weg bergauf nach Charlotte Lake. Auf einem Besuch des Hauptbasars kann man einige schöne Erwerbungen tätigen:  Pflege- und Lederartikel, Hüte, und Chappals, die typischen offenen Schuhe.


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