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01.05.2011 Von: BNA GERMANY®

Indische Bundesstaaten: Die Andamanen und Nikobaren

Nicht nur Indiens Küste hat strahlende Schönheit, Strände und unzählige Wassersportmöglichkeiten zu bieten, einige Tausend Kilometer von der östlichen Küste Indiens entfernt gibt es da noch die Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren. In der Mitte der Bucht von Bengalen haben die Andamanen und Nikobaren noch fast unberührt von menschlicher Verschmutzung einige unentdeckte Stellen bewahren können. Diese Inseln sind von Kolkata und Chennai nahezu gleich weit entfernt, die beste Verkehrsverbindung verläuft mit dem Flugzeug aus nach Port Blair, der Hauptstadt den Andamanen, oder per Schiff von einem der Häfen in der Region aus.


Die Andamanen

Die Andamanen

Typisches Ressort auf den Andamanen

Typisches Ressort auf den Andamanen

Die Inseln - ein Paradies für Taucher

Die Inseln - ein Paradies für Taucher

Mitglieder des Jarawa-Stammes

Mitglieder des Jarawa-Stammes

Jahrhunderte lang lagen die Andamanen und Nikobaren im Nebel des Unbekannten verborgen, da sie von Menschen nicht erreicht werden konnten. Sie bieten eine Landschaft, die von malerischen und schönen An- und Ausblicken nur so strotzt. Sie schimmern wie Edelsteine in der Bucht von Bengalen; der undurchdringliche Wald, der diese Inseln überzieht und die unzähligen exotischen Blumen und Vögel erzeugen eine hochromantische und dichterische Atmosphäre. 

Einer britischen Erhebung aus dem Jahr 1777 zufolge waren die Andamanen Heimat von Stämmen mit dunkler Haut und krausen Haaren, sie wurden unter der Bezeichnung Negritos zusammengefasst. Die Bewohner der Nikobaren hingegen waren eher von asiatischer Erscheinung und wurden daher als Mongoloids bezeichnet; beide Bevölkerungsgruppen bevölkerten ihre Inseln bereits seit Jahrhunderten. Diese blieben abgeschottet vom Festland bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, als erstmals Leute von außerhalb auf den Inseln ankamen. Die Inseln sind kurioserweise auf einigen Landkarten aus dem 2. Jahrhundert, die durch den großen griechischen Astronom Claudius Ptolemäus angefertigt wurden, verzeichnet. Dies sind wahrscheinlich die ersten urkundlichen Nachweise der Andamanen. Über die frühe Geschichte der Nikobaren ist nicht viel bekannt, obwohl die Inseln den Händlern in den alten Zeiten bekannt waren, da sie nahe an den Handelsrouten in den Fernen Osten lagen.

Die erste moderne Siedlung der Briten erfolgte 1789, wurde aber überhastet 1796 bereits wieder aufgegeben. Die zweite Siedlung war hauptsächlich eine Strafkolonie von 1858 an, als kriminelle Stämme und Flüchtlinge aus Bangladesch und Sri Lanka hier ankamen.

Auf einer Fläche von 467 Kilometern und einer Breite von 52 Kilometern sind die Inseln ein Paradies für Touristen mit ruhiger Umgebung inmitten der Natur. Viele der Inseln sind von zerklüfteten Riffen umgeben, oft mehrere Hundert Meter weit und von der Küste durch eine Lagune mit gleicher Weite getrennt. Es gibt auch noch steilere Unterwasserhügel, geformt aus Vulkanlava, die das Tauchen hier zu einem ungewöhnlichen Ereignis machen. Es gibt viele Riffe, die zum Schnorcheln und Tauchen gut geeignet sind. Es gibt viele Flachwasserfische in diesen Gewässern und unterschiedliche Hai-Arten. Große Gruppen Hammerhaie patrouillieren häufig die Gewässer abseits der Riffe und weitere Hai-Arten kann man in Ufernähe finden. Aus dem tiefen Blau dahinter werden auch  Manta-Rochen häufig gesichtet.

Ein solcher Ort ist Jolly Buoy Island, der eine atemberaubende Unterwassersicht auf die Korallen und das Meeresleben im Mahatma Gandhi Marine National Park bietet. Es ist ein idealer Platz zum Tauchen, Baden und sonnenbaden. Cinque Island lockt mit Korallengärten unter Wasser und unverdorbenen Stränden. Weitere bekannte Inseln sind Havelock Island und Barren Island. Diese 3 Kilometer große Insel beherbergt den einzigen aktiven Vulkan in ganz Indien, der Vulkankrater steigt steil aus dem Meer auf. Mit dem Boot kann man diese Stelle bequem erreichen.

Ross Island eine winzige Insel, die den Hafen von Port Blair bewacht. Heute ist sie eine Ruine der vergangenen Tage der Britischen Herrschaft, die alte Struktur nahezu in Schutt gelegt. Ein kleines Museum zeigt alte Fotografien und Antiquitäten der Britischen Ära. Zurzeit beherbergt die Insel hauptsächlich die Ruinen der alten Gebäude.

Chidiya Tapu ist die südlichste Spitze der südlichen Andamanen. Die üppigen grünen Mangrovenwälder mit zahlreichen zwitschernden Vögeln und die Sylvan Sands und Munda Pahar Strände machen sie zu einem idealen Picknickplatz. Das Gästehaus, das auf einem Hügel liegt, bietet eine fabelhafte Aussicht auf die umliegenden Inseln, Korallenriffe und einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Geführte Touren können im Andaman Teal House in Port Blair gebucht werden.

Es gibt noch viele andere große und kleine Inseln, die man vom Boot aus besichtigen kann, die Zahl der Inseln hat sich durch das Seebeben 2004 verändert. Diese Boote können Sie auch zu den näheren bewohnten Inseln bringen, die strahlendweiße Sandstrände, die für ihre Schildkröten-Nistplätze berühmt wurden, ihr Eigen nennen. Hier findet man viele wichtige Schildkrötenarten, fast überall auf den Inseln findet man auch blaue Lagunen und Wasserfälle.

Radhanagar Beach bietet ein echtes Bild eines unverdorbenen Strandes und unbehinderter Natur. Der Strand hier bietet Camping Möglichkeiten. Ein weiterer sehenswerter Strand, der allerdings 1100 Kilometer entfernt ist, ist der von Harminder Bay. Es gibt einen Fährservice, der Port Blair mit den Inseln verbindet. Karmatang Beach ist ein beliebter Platz, an dem die Schildkröten ihre Nester legen. Der Strand liegt auf Mayabunder und ist mit dem Boot 136 Kilometer von Port Blair entfernt.

Ein berühmtes Monument für indische Touristen ist hier das „Cellular Jail“, das alte Gefängnis in Port Blair, in dem die meisten indischen Freiheitskämpfer während der Britischen Herrschaft inhaftiert und hingerichtet wurden. Das Gefängnis, das im Jahr 1906 fertig gestellt worden war, erhielt den Namen Cellular, da es ausschließlich aus Einzelzellen bestand, die eine Einzelhaft der Gefangenen mit sich zog. Jeden Abend gibt es hier eine Show-Vorstellung, in der an den Indischen Freiheitskampf erinnert wird. 

Die Inseln werden noch heute von eingeborenen Volksstämmen bewohnt, daneben findet man auch indische Bewohner aus verschiedenen Teilen Indiens. Die großen andamesischen Stämme sind Jäger und Sammler. Da sie am Meer leben, ernähren sie sich noch heute hauptsächlich von jeder Art Meeresgetier, Krabben und Fischen. Hier findet man die Onges, einen der ursprünglichsten und unangepasstesten Stämme Indiens. Als Halbnomaden sind sie von den Nahrungsquellen, die ihnen ihre direkte Umgebung bietet, abhängig und bekannt dafür, die besten Kanus zu bauen. Die Jarawas sind ein weiterer Stamm, der hier lebt. Ursprünglich waren sie ein sehr feindseliger Stamm, inzwischen sind sie aber aus den Wäldern gekommen und haben sich dem Alltagsleben hier angepasst und vermischen sich mit der Restbevölkerung. Die Shompens sind der Hauptstamm der Nikobaren, sie bewohnen die Täler in Küstennähe und sind sehr scheu. Der letzte Stamm ist der der Sentinelesen, die North Sentinel Island bewohnen, eine kleine Insel mit 60 Quadratkilometern Fläche. Sehr wahrscheinlich sind sie heutzutage der weltweit einzige Stamm Paleolithischer Völker, der ohne Kontakt mit einer anderen Gruppe oder Gemeinschaft lebt. Sie sind sehr feindselig und verlassen ihre Insel niemals, weswegen auch kaum etwas über sie und ihren Lebensstil bekannt ist.

Natürlich kann man hier auch jegliche Art Wassersport betreiben, der Andaman Water Sports Complex bietet hierfür beste Möglichkeiten. Der Freizeitpark direkt nebenan bietet Achterbahnen und weitere Fahrvergnügen. Als Tourist müssen Sie zumindest einen Tag in einem Zelt auf einer der Inseln verbringen. Diese Zelte können in allen Gästehäusern auf allen Inseln zu günstigen Konditionen gemietet werden.

Für Bergsteig- und Trekking-Enthusiasten bietet Mount Harriet, mit der Fähre 15 Kilometer von Port Blair entfernt, den höchsten Gipfel der Südlichen Andamanen. Er ist ungefähr 365 Meter hoch; es gibt einen natürlichen Bergweg und seltene Vögel, Tiere und Schmetterlinge zu bestaunen. Geführte Touren kann man auch hierzu im Andaman Teal House buchen.

Das Tauchen in den Gewässern der Andamanen bietet eine fantastische Unterwasserwelt, unzählige Arten bunter Fische, die seltensten Korallenriffe der Welt, geheimnisvolle Überrest von versunkenen Schiffen und vieles mehr. All das kann erforscht werden.

Es gibt kein besseres Abenteuer als das Tauchen. Egal ob Sie Anfänger oder Experte sind, es gibt immer etwas neues, Faszinierendes oder Herausforderndes dabei, wenn man sich in die das Reich unter Wasser hineinwagt. Das Tauchen hier ist eine Erfahrung, an die Sie sich Ihr Leben lang zurückerinnern werden. Die Küstengewässer, die die Inseln umgeben, sind die Heimat von einem der reichhaltigsten Korallenriff- Ökosysteme, die es weltweit überhaupt gibt. Die beste Saison zum Tauchen ist von Dezember bis April, der beste Tauchpunkt vor Ort ist Cinque Island mit seinem kristallklaren Wasser und einer Sicht bis 25 Meter. Tieftauchen hier ist ein ganz besonderes Erlebnis: Schwarze Korallen, Hai-Sichtungen und einiges mehr, so dass es besonders für erfahrene Taucher ein Traum ist. Die Nordküste von Cinque Island wird von Schwämmen und kleinen Korallen übersät und einem großen Fischartenreichtum. Das südöstliche Riff von Cinque Island eignet sich gut für Tauchanfänger, das Riff besteht hier aus harten und weichen Korallen und vielen Steinformationen.

Meeresgerichte sind auf den Inseln natürlich die Delikatesse schlechthin, sie sind leicht zu finden und werden hier vorzüglich zubereitet. Die touristischen Orte bieten auch eine größere internationale Speisenauswahl an.

Die Inseln richten jedes Jahr ein Tourismus-Festival aus, das zweiwöchige Ereignis wird von der Verwaltung jedes Jahr im Dezember oder Januar organisiert und verleiht den Inseln einen festlichen Glanz. Kulturelle Ensembles und bekannte Artisten werden eingeladen, während des Festivals neben örtlichen Talenten der einzelnen Stämme ihre Kunst zu zeigen. Es gibt Wassersport-Wettbewerbe wie das Nicobari Hodi Race, das während des Festes stattfindet, auf den schwimmenden Restaurants kann man Zaubershows besuchen, Handpuppen Vorstellungen, Kanurennen, Tauchen und vieles mehr.

Die Inseln sind Ziel südöstlich von Indien, abgeschnitten vom Rest der Welt. Hier findet man eine ganz eigene Welt, die Welt der blauen Lagunen, der kleinen Inseln, des Meeresleben, der Fischgerichte und eines Lebens in und mit der Natur. Internationale Flugverbindungen verbinden den Inselverkehr mit Chennai und Kolkata und darüber mit der ganzen Welt.


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