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01.03.2011 Von: BNA GERMANY®

Manoj Bajpai – Ein Schauspieler inmitten der Stars

Manoj Bajpai ist ein absolut unterschätzter und zu wenig beachteter Schauspieler. Vor kurzem glänzte er in dem Film „Rajneeti“, unter der Regie von Prakash Jha, in dem Manoj in der Rolle des Veerendra Pratap ein Zeichen setzte. In dem Film präsentierten sich zwar auch Nana Patekar, Ranbir Kapoor, Ajay Devgn, Arjun Rampal und Katrina Kaif, aber Manoj stand mit seiner starken Performance als Sohn eines Politikers, der selbst versucht, die politischen Fäden zu ziehen und dem dafür kein Preis zu hoch ist, permanent im Mittelpunkt.


Manoj Bajpai

Manoj Bajpai

Geboren im Osten Indiens, in Bihar, zog es Manoj nach Delhi, um dort am Ramjas College zu studieren und er lernte in Barry Johns Theatre Action Group. Recht bald begann er seine Karriere in einer TV-Serie mit Namen „Swabhiman” (Selbst-Respekt) in Neu Delhi. Manoj hatte kleinere Auftritte in Filmen wie „Drohkaal” von Godvind Nihalani und „Bandit Queen“ (1994) von Shekhar Kapur. Seinen Durchbruch schaffte er aber erst mit „Sathya“, unter der Regie von Ram Gopal Verma. In dem Film spielte er einen Gangster und Schießwütigen, Bhiku Mhatre – ein Killer ohne Angst. Seine Darstellungsweise, die Intensität und sein offener Stil des Schauspielens ohne Beschränkungen suchten Ihresgleichen vergebens. Der Film brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter den National Award für bestes Schauspiel. 

„School” (1999) mit Raveena Randon war ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere. Er porträtiert den Inspektor Samar Pratap Singh, der auf einem Kreuzzug nach Gerechtigkeit und Ehrlichkeit versucht, die Korruption zu bekämpfen, sich gegen die Mafia stellt und sowohl Frau als auch Tochter beschützt, nachdem sich das ganze Etablissement gegen ihn wendet. In die Ecke gedrängt, bleibt Samar Pratap keine Wahl und er tötet den herrschenden Politiker des lokalen Parlaments. In dieser Rolle glänzte Manoj und erhielt dafür drei weitere Auszeichnungen. Erneut war es sein intensives Schauspiel, das den Unterschied machte. Er spielte die Rolle und brachte den Charakter zum Vorschein, ohne sich darum zu kümmern, wie er persönlich ausschaute oder wirkte. 

Shyam Benegal, einer der wichtigsten Namen im indischen Kino, besetzte Manoj in seinem Film „Zubeida“ an der Seite von Karisma Kapoor (die sich gerade scheiden lässt von ihrem gewalttätigen Mann – siehe Rubrik Gossip, Anm. d. Red.) und Rekha. Manoj glänzte hierbei als ein Prinz im  Indien vor der Unabhängigkeit, der zum zweiten Mal heiratet. Mit welcher gereiften Art und Weise Manoj diese Rolle handelte war dem Film sehr zuträglich: ein Ehemann, der hin- und hergerissen ist zwischen Sehnsucht und Begehren nach zwei verschiedenen Frauen. „Zubeida“ gewann den National Award und wurde außerdem international vermehrt ausgezeichnet. Diesen Film muss man einfach gesehen haben. 

Als nächstes kam der Film „Aks“ (Bild), bei dem der Regisseur von „Rang De Basanti”, Rakeysh Omprakash Mehra, erneut Hand anlegte. Seine Handhabung dieses negativen Charakters Raghavan wurde weitgehend bejubelt. Manoj stand erneut im Hagel der Auszeichnungen und Awards, diesmal gab es für die Rolle drei verschiedene. 

„Pinjar“ (Der Käfig, 2003) von Chandraprakash Dwivedi war der nächste Film. Hier spielte er einen Retter in den Unruhen, die in Indien nach der Teilung 1947 auftraten. Ein Moslem rettet eine Hindu-Frau in Pakistan und beschützt sie vor Vergewaltigung und Tod. Obwohl er sie liebt, opfert er sich selbst und lässt sie unversehrt nach Indien zurückkehren. Ein sensibles Porträt eines einsamen und verlorenen Liebenden, der an den Folgen davon leidet. Manoj hat diesen Charakter zum Leben erweckt, was ihm zudem einen weiteren National  Award als Schauspieler einbrachte. 

„Veer Zara“ (2004) mit Shahrukh Khan, Amitabh Bachchan und Preity Zinta hat ihn ins kommerzielle Kino zurückgebracht, in diesem Film spielt er einen verlassenen Liebhaber, der aus Rache und Eifersucht seinen Gegenspieler (Shahrukh Khan) töten will. 

Manoj Bajpai ist zwar ein zu wenig eingesetzter Schauspieler, hat sich aber den Respekt der indischen Filmindustrie erarbeitet, weil er mit seinen Filmen unzählige verschiedene Preise gewonnen hat. Selbst Katrina Kaif hat als Zeichen des Respekts zur Premiere von „Rajneeti“ seine Füße berührt. Dennoch ahnt Manoj, dass das Beste noch vor ihm liegt. Wie und in welcher Form bleibt abzuwarten…


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