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19.11.2014 Von: BNA GERMANY®

Mythos Himalaya

Das Wort "Himalaya" setzt sich aus zwei Hindi-Wörtern zusammen: "Him" - was auf Deutsch "Schnee" bedeutet" und "Aalaya" - was übersetzt werden kann mit "Zuhause". Das Himalaya-Gebirge erstreckt sich über Indien, China, Nepal, Pakistan und Bhutan und spielt in all diesen Ländern geografisch gesehen eine große Rolle. Nicht vielen ist bekannt, dass der Himalaya Ursprung drei großer, wichtiger Wasserströme ist. Der Indus-Fluss, der von Indien über Kaschmir nach Pakistan fließt, der Ganga-Brahmputra, der erst Richtung Nordindien fließt und dessen Flussverlauf sich dann nach Osten fortsetzt und der Yangtze, der nach China fließt. Der Yangtze ist mit über 6ooo Kilometern Länge der längste dieser Flüsse. Er entspringt im Himalaya und mündet schließlich in das Ostchinesische Meer in Shanghai.


Mount Everest

Mount Everest

Annupurna

Annupurna

Basiscamp am Annupurna

Basiscamp am Annupurna

Entlang dieser drei Flüsse hat sich eine unbeschreibliche und einzigartige Flora und Fauna gebildet und macht die Himalaya-Region in all diesen Ländern zu etwas Besonderem. Obwohl das Himalaya Gebirge so gewaltig ist, zählt es doch Endzeit-geschichtlich zu den jüngsten Gebirgen der Erde und entstand vor etwa 70 Millionen Jahren durch den Kontinentalplatten-Zusammenstoß in der Region zwischen dem heutigen Indien und China. Die indo-australische Kontinentalplatte stieß mit der eurasischen Platte zusammen. Beide Platten schoben sich daraufhin übereinander und das Himalaya-Gebirge entstand. Und noch immer bewegen sich die beiden Kontinentalplatten. Wissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich haben ergeben, dass der Himalaya jährlich um rund fünf Millimeter wächst.

Aus touristischer und sportlicher Sicht bedeutet das Gebirge von Ost nach West und von Nord nach Süd Abenteuer, Erlebnis, Spaß und Natur pur. Die Gebirgsketten ändern alle paar hundert Kilometer ihr Aussehen und man taucht in eine komplett neue Landschaft. Im Himalaya gibt es tausende von verschiedenen Lebewesen und Pflanzen, viele von ihnen sind auch nur dort zu finden.

Wer Fan des Bergsteigens, Para-Glidings, Wildwasser-Raftings, Angelns oder Wanderns ist, kommt im Himalaya ebenso auf seine Kosten, wie all diejenigen, die gern Vögel beobachten, Campen, Ski fahren, Wildtiere beobachten und auf Safari gehen. Der Himalaya bietet für jedes Interesse und fast jede Sportart die passende Gelegenheit und den passenden Ort. Und das ist es auch, was den Himalaya zu einem so beliebten touristischen Reiseziel macht. 

Hauptsächlich wird mit dem Himalaya-Gebirge das Bergklettern in Verbindung gebracht. Die Mount Everest-Expeditionen, die jährlich im Frühjahr von Sherpas geleitet und mit internationalen mehr oder weniger trainierten Bergsteigern durchgeführt werden, sind legendär. Schließlich ist es für jeden professionellen Bergsteiger ein Traum, den mit seinen 8848 Metern höchsten Berg der Welt, der zwischen Nepal und Tibet liegt, zu besteigen und somit wortwörtlich auf dem Dach der Welt zu stehen. Ebenso gern werden der K2 - mit 8611 Metern der zweithöchste Berg der Welt in China, der Lhotse (8516 Meter) zwischen China, Tibet und Nepal, der Nanga Parbat (8126 Meter) in Pakistan oder auch der Annupurna (8091 Meter) in Nepal bestiegen.

Doch man muss kein Extremsportler sein, um Im Himalaya ein einmaliges Klettererlebnis zu bekommen. Man kann sich kleineren Expeditionen anschließen oder auch nur einfache Berggipfel in niedrigeren Regionen erklimmen. Wenn man sich einer größeren Expedition anschließen möchte, muss man bereits mindestens ein Jahr vorher mit den Planungen anfangen und sich mit einer Menge Papieren rumschlagen und Genehmigungen und Visa beantragen, bevor die Reise überhaupt angetreten werden kann. Zudem muss man mit mindestens 2000 Euro rechnen, die man an die Expeditionsleiter und die indische Bergsteiger-Vereinigung zahlen muss, um überhaupt eine Genehmigung zur Teilnahme an der Expedition zu erhalten.

Einfacher ist es, wenn man kleinere Berggipfel besteigen will. Hier sind keine gesonderten Genehmigungen erforderlich und es bedarf auch keiner langen Vorbereitung und Planung und eignet sich daher wesentlich besser für Hobby-Bergsteiger. Auch hier hat man die Möglichkeit, sich einer Trekking-Tour anzuschließen. Meist dauern solche Touren zwischen 12 und 20 Tagen. Allerdings werden selten Gipfel über 5000 Meter bestiegen. Und doch können sich auch solche Touren als anspruchsvoll erweisen, da die Tour-Teilnehmer sowohl im Fels-, als auch im Schnee- und Eisklettern geübt sein sollten. Daher sollten die Teilnehmer unbedingt über das notwenige Basiswissen verfügen, bevor sie sich einer solchen Tour anschließen. Die Tour-Teilnehmer müssen ihr eigenes Equipment mitbringen: Kletterschuhe, Rucksack, Schlafsack und manchmal auch ein eigenes Zelt. Kletterwerkzeuge und Schneeschuhe hingegen können oftmals direkt bei Veranstalter der Tour gemietet werden. Bevor die Klettertouren beginnen, befinden sich die Teilnehmer erst einmal einige Tage im Basiscamp, um sich zu akklimatisieren und an die Höhe anzupassen. Eine gute Vorbereitung dafür ist, wenn man bereits ein bis zwei Monate vor Tour-Beginn mit dem regelmäßigen Joggen beginnt, und sich somit eine gute konditionelle Ausgangsbasis schafft.

Wen es weniger in die Berge und vielmehr ans Wasser zieht, der sollte nach Rishikesh gehen. Rishikesh liegt am Fuße des Shivalik im Himalaya und hat sich in den letzten Jahren zum Hotspot für Wildwasser-Rafting entwickelt. Dieser Ort ist das Ziel vieler Abenteurer, deren Traum es ist, mit einem Floß oder Boot den Ganges entlang zu fahren. Um an einer solchen Ganges-Flussfahrt teilnehmen zu können, muss man nicht unbedingt schwimmen können und benötigt auch keine besonderen Kenntnisse im Wildwasser-Rafting. Kleinere Touren dauern lediglich zwei Stunden und man legt in etwa, je nach Strömung, neun Kilometer zurück. Es werden jedoch auch größere Wildwasser-Rafting Touren mit einer Länge von 16 bis zu 36 Kilometern angeboten, die auch mehrere Tage dauern können. Bei Mehrtages-Touren ist im Reisepaket bereits die Unterkunft in einem Zelt und die Camp-Verpflegung mit enthalten. Rishikesh erreicht man von Delhi aus in einer fünfstündigen Autofahrt. Je nach Tour-Veranstalter ist teilweise bereits der Transfer von Delhi nach Rishikesh im Reisepaket inkludiert.

Eine weitere Möglichkeit, die wunderschöne Natur des Himalayas zu erkunden und hautnah zu erleben, sind Wanderungen. Die schönsten Wandertouren lassen sich in Garhwal, Laddakh, Himachal, Kumaon, Kaschmir und Sikkim unternehmen und führt durch die vielseitigen Landschaften des Gebirges. In der Region um Garhwal sind alle Arten von Trekking möglich: leichte bis mittelschwere Touren, aber auch anspruchsvollen Touren. Je nach eigenem Wunsch können die Wandertouren individuell geplant werden und bieten sowohl Anfängern, als auch alpinen Profis ein besonderes Erlebnis. Laddakh bietet hauptsächlich sehr moderate Wandertouren, vorbei an Schneefeldern und Bergseen und eignet sich daher bestens für Anfänger. Die beste Zeit für die Wanderungen hier ist zwischen Juli und September. Laddakh erreicht man am besten von Delhi aus über Leh. Doch egal für welche Region, welches Land und welche Trekking-Tour man sich entscheidet, eines haben sie alle gemeinsam. Sie bieten Entspannung und Erholung von Stress des Alltags, oft ist man mit seiner Trekking-Gruppe vollkommen allein in den Bergen und kann die Natur völlig ungestört auf sich wirken lassen. Erleben Sie die wunderschönen Farben, abwechslungsreiche Landschaften, die vielseitige Flora und Fauna und nicht zuletzt auch die vielen leckeren Spezialitäten der Gebirgsküche des Himalayas. All dies garantiert ihnen unbegrenzten Spaß. Wenn Sie also auch zu den Abenteurern zählen, die dem Ruf des Himalayas nicht wiederstehen können, kommen Sie...


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