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01.02.2011 Von: BNA GERMANY®

Heilige Tiere: Der Pfau

Seit 1963 gilt der Pfau in Indien offiziell als Nationalvogel. Der ursprünglich nur auf dem Subkontinent beheimatete Vogel breitete sich in den vergangenen 4000 Jahren auf der ganzen Welt aus und steht weltweit als symbolisches Tier für Schönheit und Macht. Seine Heiligkeit bei den Hindus verdankt der Pfau unter anderem, weil er das Reittier von Gott Indra war und ihm im Kampf gegen den Dämonenkönig Rayana treu zur Seite stand. Aus Dankbarkeit verlieh Indra dem Pfau sein prächtiges Federnkleid. Zudem war der Pfau auch den hinduistischen Göttern Sarasvati und Skanda (Kriegsgott und Sohn von Shiva)ein treuer Begleiter.


Der Pfau

Der Pfau

Sarasvati

Sarasvati

Darüber hinaus ist der Pfau aus praktischer Sicht auch ein sehr nützliches Tier. Weil er leicht zähmbar ist, wird der Pfau von den Indern gern als Haustier gehalten. Er ist sehr wachsam und sein greller Schrei warnt die Bauern, aber auch die anderen Tiere, wenn sich Tiger oder Schlangen dem Grundstück nähern. Auch warnt der Schrei des Pfaus vor nahenden Unwettern. Seine Trefferquote liegt bei fast 100 Prozent. Seine Wachsamkeit und sein guter Geruchssinn befähigen den Pfau auch, Kobras aufzudecken. Mit Vorliebe für junge Kobras gilt der Pfau als „Kobrakiller“ und hält so den Hof von diesen gefährlichen Schlangen frei. 

Obwohl der Pfau ein heiliges Tier für die Hindus ist, darf er getötet und auch gegessen werden. Pfau-Fleisch ist bei den Indern sehr beliebt. Dies ist ein weiterer Grund, warum viele Inder einen oder mehrere Pfaue als Haustier halten. Doch auch, wenn der Pfau getötet und sein Fleisch auch gegessen werden darf, so bedeutet es nicht, dass man dieses Tier nicht respektvoll behandeln muss. So ist seit 1963 auch die Jagd nach Pfauen-Federn streng verboten – sie dürfen auch nicht mehr exportiert werden.


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