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01.04.2011 Von: BNA GERMANY®

Indische Bundesstaaten: Sikkim

Das Himalaya-Gebirge erstreckt sich von Jammu und Kaschmir bis nach Arnachal Pradesh und somit auf eine Entfernung von einigen Tausend Kilometern, aber innerhalb dieser Bergketten ändert sich das Leben nach jeweils einigen Kilometern, die Kultur wechselt sich ab, Sprachen unterscheiden sich und die Landschaft verändert sich. Die Bergketten des Himalayas sind eine wahre Schönheit, die man ganz und gar genießen kann. In dieser Ausgabe von BNA Germany nehmen wir Sie mit in einen winzigen Staat im Himalaya, voll von Tälern und Berghängen, Schnee und Wasser, Gräsern und Grünpflanzen, Kunst und Architektur, Spaß und Sonne. Der Staat heißt Sikkim und ist einfach zauberhaft. Nicht nur der schönste Ort der Welt, sondern auch noch der sauberste und sicherste dazu: Nebelumhangene Berge, bunte Schmetterlinge, flache Täler, die vom blauen Himmel und kristallklaren Seen eingerahmt werden machen Sikkim zu einem Anziehungspunkt und Zentrum einer erstaunlichen Artenvielfalt. Sikkim ist ein Bild von Perfektion und strahlender Reinheit. Sikkim ist auf der ganzen Welt als wichtiges und bedeutendes natürliches Vorratsgebiet und Aufbewahrungsort von den unterschiedlichsten genetischen Mustern und Keimplasma bekannt. Vielleicht gibt es keinen Ort auf der Welt, der ebenso spektakuläre Aussichten nach jeder Straßenbiegung bereithält wie Sikkim.


Seven Sisters Waterfalls in Sikkim

Seven Sisters Waterfalls in Sikkim

Der Tsomgo Lake

Der Tsomgo Lake

Do-Drul Chorten Stupa

Do-Drul Chorten Stupa

Von drei Seiten aus von fremden Staaten abgegrenzt, erscheint Sikkim auf der Landkarte wie ein kleiner rechteckiger Edelstein. Der gesamte Staat ist wie eine riesige Treppe, die von der westlichen Grenze auf der Tibetanischen Hochebene hinunter ins Flachland von Westbengalen führt, der Höhenunterschied beträgt 5.216 Meter auf 240 Kilometer. Sikkim wird im Westen durch den drittgrößten Gipfel der Welt, den Khanchendzonga oder auch Kancehnjunga, begrenzt. Im Norden wird es von der Dongkia Bergkette eingerahmt, der östliche Teil verbindet es mit dem Chola Bergkamm. Der durchschnittliche Steigungswinkel beträgt in dieser Gegend ungefähr 45 Grad. Sikkim ist der Hauptzuflussbereich für den Fluss Teesta, der aus dem Chho Lhamo See im Norden entspringt und durch viele einmündende Bäche und Flüsse auf seinem Weg nach unten immer weiter anschwillt. Der Staat Sikkim hat ca. 180 Seen, die ganzjährig Wasser führen, davon sind der Khachoedpalri, Gurudongmar, Chho Lhamo und Men Moi Tso einige der schönsten mit der besten Aussicht.

Die mächtigen Gipfel des Himalayas, der Kanchenjunga, beherrscht hier die Landschaft. Auch wenn es der drittgrößte Gipfel der Welt ist, ist er für die Eingeborenen und Leute vor Ort bei weitem mehr als nur ein Berg. Khangchendzonga ist die Wächtergottheit – ein Land- Gott, der Schutz bietet und den Frieden und Wohlstand auf dem Lande sicherstellt. Die fünf Gipfelspitzen des Khangchendzonge sind die fünf Schatzmeister des Ewigen Schnees. Jeder einzelne wird dem Glauben nach von einem Tier gekrönt, der höchste von einem Tiger, die anderen von einem Löwen, einem Elefanten, einem Pferd und dem mythologischen Vogel Garuda, einem Adler. Die wichtigsten Gebirgspässe in Sikkim sind der Jelep-la, Nathu-la, Cho-la und Thanka-la im Osten; Donkiua, Kongralamu und Naku im Norden und Kanglanangma und Chia Bhanjyang im Westen. Diese dienen als Durchgang und Gateway, aber die Überquerung ist eine Erfahrung, die man im Leben nicht mehr vergisst.

Wenn Sie gerne klettern, wandern und bergsteigen ist Sikkim eine tolle Gegend mit seinen Tälern, Holzbrücken, Grassebenen und Gipfeln. Bergtouren müssen vorher angemeldet und über eine registrierte Reiseagentur mit der Regierung abgestimmt werden. Die Kletterer können ungefähr 25 Kilometer von Pemayangtse entfernt die höchstgelegene Brücke in Sikkim finden. Auf einer solchen Trekkingroute in den Tendong Hügeln liegt die einzige Teeplantage, die heute noch im Staat existiert und Tees der Spitzenklasse für den internationalen Markt produziert. Der Teegarten erstreckt sich über einen sanften Hang, der aus den Tendong Hügeln ausläuft und bietet eine fantastische Sicht auf die umliegenden Dörfer. Ein Besuch der Teefabrik kann dabei sehr lehrreich sein, während des Besuchs werden die verschiedenen Methoden der Teeverarbeitung erklärt. Wenn Sie durch die Tendong Hügel klettern sollten Sie hier für eine Nacht bleiben. Das White Water Rafting ist eine beliebte Sportart hier in Sikkim, der Teesta Fluss ist sehr gut dafür geeignet. Boote und andere Ausrüstung kann in der Gegend leicht besorgt werden, einen Bootsguide gibt es obligatorisch dazu. Singchu Thang, ungefähr 45 Kilometer von Gangtok aus einer Höhe von 1.200 Metern am Ufer des Flusses Teesta gelegen ist ein idealer Ausgangsort für diesen Wassersport. 

Als Heimat des Buddhismus hat Sikkim ein ganzes Netz von Klöstern, das sich durch den ganzen Staat zieht. Einige der wichtigsten sind das Enchey Monasterya, ein 200 Jahre alter Sitz, der von Lama Drptob Karpo gesegnet wurde, einem Tantra-Meister, der für seine Fähigkeit, in der Nähe der Stadt Ganktok zu fliegen, bekannt ist. Pemayangste ist eins der ältesten Klöster des Staates und wurde ursprünglich von lhatsun Chempo errichtet, einer der berühmten Lamas, der die Vereidigung und Amtseinsetzungszeremonie des ersten Choygal, des religiösen Monarchen von Sikkim, vorgenommen hat. Es wurde ein Elite-Kloster für die Reinen Mönche, die Ta-Sarg; im Inneren des Klosters gibt es ein Holzgebilde, das den himmlischen Palast, den Sang tok palri, des Klosterabts, des Matha Guru, darstellt. Das Kloster liegt auf einer Höhe von 2.300 Metern und hat einen grandiosen Ausblick auf die Himalaya Bergkette und die angrenzenden Hügel und Täler. Das drittwichtigste Kloster des Staates ist das Tashiding Kloster, das auf einem herzförmigen Hügel errichtet wurde, mit dem heiligen Berg Khanchendzonga im Hintergrund. Nach dem Volksglauben vor Ort reicht bereits dessen bloßer Anblick aus, um alle Sünden des Gläubigen abzuwaschen. Hier gibt es auch das berühmte Festival des Heiligen Wassers, das allgemein als „Bhumchu“ bekannt ist.

Über das Jahr werden in Gangtok und Namchi auch Blumenschauen organsisiert, besonders seltene Orchideen finden hier ihre Bewunderer.

Die Landschaft in Sikkim wird von Stupas, den traditionellen Gebetstürmen, dominiert. Einer der bekanntesten ist der Do-drul Chorten, der 1945 von dem Nyingma Orden der Tibetanischen Buddhisten gebaut wurde. Im Inneren des Stupa findet sich eine Sammlung von Mandalas, Relikten und anderen religiösen Objekten. Um den Stupa herum findet man 108 Gebetstrommeln, die sogenannten Mani Lhakori. Diese Gebetstrommeln werden von den Gläubigen gedreht, während sie den Boddhisattva anrufen, indem sie das „Juwel der Lotusblüte“ ehren. 

Gangtok ist die derzeitige Hauptstadt von Sikkim, die frühere erste Hauptstadt Yuksam war in früheren Zeiten aber nicht weniger farbenfroh. Sie erhält noch immer ihre Schönheit und ist einen Besuch jederzeit wert. Rabdentse war die zweite Hauptstadt bis zum Jahre 1814, der König von Sikkim regierte den Staat von dort aus seinem Palast heraus. Heute sind die Ruinen etwas versteckt von der Hauptstraße aus zu Fuß zu erreichen.

An der Schönheit Sikkims haben die vielen Seen einen großen Anteil. Von Bergen umgeben reflektieren die Seen die Farben des Lichts und leuchten den ganzen Tag über in all diesen unterschiedlichen Facetten. Der See, den man gesehen haben sollte ist der Tsomgo Lake. Er liegt ca. 40 Kilometer von Gangtok entfernt auf einer Höhe von 3.780 Metern und ist fast einen Kilometer lang, oval und 15 Meter tief. Von der örtlichen Bevölkerung wird als heilig eingestuft, im Winter friert er zu und taut erst Mitte Mai wieder auf. Zwischen Mai und August kann man hier viele unterschiedliche Blumen bewundern.

Der Khangchendzonga See ist ebenfalls sehr beliebt und wird von den Buddhisten als so heilig erachtet, dass noch nicht einmal ein Laubblatt hinein fliegen darf.

Sikkim ist auch die Heimat fantastsicher Wasserfälle wie die der Seven Sisters und des Khangchendzongar Wasserfalls. Beide sind eine Augenweide.

Wenn Sie sich für den mächtigen Himalaya interessieren sollten Sie entweder nach Tashi oder nach Singhik der Aussicht wegen fahren. Beide Orte bieten eine spektakuläre Aussicht auf den Berg und seine Abhänge. Tahsi liegt nur 8 Kilometer von Gantok entfernt. Die Tempel Ganesh Tok und Hanuman Tok ganz in der Nähe von Gangtok bieten ebenfalls eine gute Aussicht.

Wenn Sie erst einmal in Sikkim sind, können sie einen Helikopter Ausflug machen und die Attraktionen in den Himalaya Gipfeln gut von oben aus besuchen und besichtigen. Die beste Reisezeit liegt zwischen März und Oktober. Sikkim kann mit dem Flugzeug, Auto, Bus und Bahn erreicht werden. Der nächste Flughafen ist Bagdogra, 124 Kilometer von der Hauptstadt Gantok entfernt. Flüge laufen über Kolkata, Guwahati und Neu Delhi, die spannendere Alternative ist allerdings ein Helikopterflug mit dem Tourismus Helikopter Service von Bagdogra nach Gantok. Die beiden nächsten Bahnhöfe liegen in Siligur, 114 Kilometer entfernt und Neu Jalpaiguri, 125 Kilometer entfernt. Sie verbinden die Region mit Kolkata, Delhi, Guwahati, Lacknau und andere wichtige Städte indiens. Gangtok wird durch eine Straße mit Darjeeling, Kalimpong, Siligur und alle Distriktverwaltungen und Zweigstellen innerhalb Sikkims erschlossen.

Sikkim ist eine militärische Schutzzone, für deren Bereisung Fremde eine besondere Genehmigung, die sogenannte Inner Line Permit, benötigen. Diese erhält man in allen indischen Botschaften und den Tourismusbüros in Neu Delhi, Kolkata und in Sikkim. Die Gültigkeitsdauer beträgt 15 Tage.


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