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17.11.2014 Von: BNA GERMANY®

Cover Story: Rani Mukerji

Sie ist eine der schönsten Frauen Bollywoods und kann auf eine mittlerweile 22-jährige Karriere im Filmbusiness zurückblicken. In einer von Männern dominierten Branche ist dies schon bemerkenswert. Rani Mukerji sah viele ihrer weiblichen Kolleginnen in Bollywood kommen und gehen, Sternchen erschienen am Himmel und verglühten auch bald darauf wieder. Doch bei Rani Mukerji ist noch lange kein Ende ihrer Film-Karriere in Sicht und das ist auch gut so!


Rani Mukerji

Rani Mukerji

Geboren wurde Rani Mukerji am 21. März 1978 in Mumbai. Sie stammt aus einer Familie, die schon seit jeher im Filmbusiness arbeiten. So war ihr Vater schon Produzent und Regisseur in Bollywood und ihre Mutter war Playbacksängerin. Während Ranis Bruder in die Fußstampfen des Vaters trat, folgte Rani zusammen mit ihrer Cousine Kajol den Weg, den ihre Tante einschlug: sie wurde Schauspielerin. 

Doch zunächst schloss sie ihre Schulausbildung an der Mumbaier Maneckji Cooper High School ab und studierte anschließend Hauswirtschaft. Das Studium beendete sie sogar mit Auszeichnung. Neben dem Studium erlernte Rani Mukerji den klassischen indischen Tanz. Bereits mit gerade einmal 15 Jahren stand sie das erste Mal, wenn auch in einer kleinen Nebenrolle, vor der Filmkamera für einen Bengali-Film. Zwei Jahre später, 1994, wurde ihr eine Hauptrolle angeboten, doch Ranis Vater war dagegen, da er fand, dass seine Tochter noch zu jung sei, um Vollzeit vor der Kamera zu stehen. Erst zum Ende ihres Studiums hin nahm Rani Mukerji ihre erste große Rolle an. Es war das Jahr 1997, als Salim Khan ihr die Hauptrolle für sein Sozial-Drama „Raja Ki Aayegi Baraat“ anbot und sie schließlich zusagte. In dem Film spielte sie ein Vergewaltigungsopfer und wurde für ihre Darstellung hochgelobt, auch wenn der Film am Box-Office mehr oder weniger floppte. Kurz nach dem Release des Films schloss Rani ihr Studium erfolgreich ab und konnte sich von nun an intensiver um ihre noch junge Karriere als Schauspielerin kümmern. Sie nahm professionellen Schauspielunterricht, da sie schon immer eine Perfektionistin war. Entweder sie macht etwas ganz und richtig oder gar nicht. Halbe Sachen waren noch nie ihr Ding gewesen. 

Yash Raj Films brachte ihr den Erfolg

Den Durchbruch in Bollywood schaffte sie schließlich 1998. Zunächst spielte sie an der Seite von Aamir Khan in „Ghulam“ und später im gleichen Jahr zusammen mit ihrer Cousine Kajol an der Seite von Shah Rukh Khan in „Kuch Kuch Hota Hai“. Prompt wurde sie für ihre Rolle der Tina Malhotra, einer College-Studentin, in „Kuch Kuch Hota Hai“ mit dem Filmfare Award als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Ein erster großer Meilenstein in ihrer Karriere war somit erreicht. Doch Rani Mukerji ruhte sich nie auf ihrem Erfolg aus. So folgten die beiden Filme „Mehndi“ (1998) und „Hello Brother“ (1999), die jedoch nicht sehr erfolgreich in den Kinos liefen. Nicht daran interessiert, als schmückendes Beiwerk in Bollywood-Filmen mitzuwirken, sondern darauf konzentriert, herausfordernde Charakterrollen zu spielen, sah man im Jahr 2000 Rani Mukjerji in Filmen wie „Badal“, „Bichho“ und „Hey Ram“.  Der ersehnte Erfolg blieb allerdings weiterhin aus.  Es war nicht so, dass sie ihre Rollen nicht gut spielte, aber die Filme waren allesamt so geschrieben, dass sich alles um die männlichen Hauptdarsteller drehte und Rani dabei schlicht und ergreifen unterging. 2001 drehte sie mit Preity Zinta und Salman Khan „Chori Chori Chupke Chupke“ und auch hier hatte sie das gleiche Schicksal zu tragen. Preity Zinta stahl ihr die Show durch mehr Leinwandpräsenz. Und auch ihre Nebenrolle in Karan Johars Blockbuster „Kabhi Khushi Kabhie Gham“(2001) ging unter, neben dem Star-Cast Shah Rukh Khan, Hrithik Roshan, Amitabh Bachchan, Kajol und Kareena Kapoor. Was Rani Mukerji jetzt brauchte, waren Filme, die ihr mehr Platz gaben. Nur dann würde sie es schaffen, sich in Bollywood weiterhin zu behaupten.

Und so entpuppte sich das Treffen auf Mumbais größtes Produktionshaus, Yash Raj Films, als wahrer Glücksgriff für sie. 2002 wurde sie von Yash Chopra gecastet und wurde gleich für zwei seiner Filme verpflichtet: „Mujhse Dosti Karoge!“ und „Saathiya“. Für ihre Darstellung der Suhani Sharma in „Saathiya“ wurde Rani Mukerji sogar mit dem Filmfare Critics Choice Award als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 

2003 spielte sie endlich die erste weibliche Hauptrolle an der Seite von Shah Rukh Khan in „Chalte Chalte“. Ursprünglich sollte Aishwarya Rai Bachchan diese Rolle übernehmen, doch aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen Shah Rukh Khan und Salman Khan, der damals mit Aishwarya zusammen war, wurde die Rolle der Priya Chopra an Rani vergeben, die sie letztendlich so überzeugend spielte, dass sie dafür ihren zweiten Filmfare Award erhielt. Auch das folgende Jahr 2004 verlief erfolgreich. Obwohl sie in Mani Ratnams „Yuva“ zusammen mit Stars wie Ajay Devgan, Abhishek Bachchan, Vivek Oberoi, Kareena Kapoor und Esha Deol vor der Kamera stand, fand Ranis Performance derartig positive Beachtung, dass sie für diesen Film den Filmfare Award als beste Nebendarstellerin erhielt. Sie hatte es geschafft, konnte sich von nun an durchaus auch neben starken Co-Stars behaupten. Noch im gleichen Jahr erhielt sie ebenfalls einen Filmfare Award als beste Hauptdarstellerin in dem Film „Hum Tum“, bei welchen Saif Ali Khan die männliche Hauptrolle spielte. Doch der wohl beste Film 2004 war „Veer Zaara“. Hier konnte Rani Mukerji erstmals beweisen, dass sie eine Charakterrolle, wie der der um Gerechtigkeit kämpfenden Anwältin, bestens neben einer anderen Hauptdarstellerin – in diesem Film erneut Preity Zinta – ausfüllen kann. Dies bestätigte ihr auch der IIFA Award für die beste Nebendarstellerin, den sie für „Veer Zaara“ erhielt.

Nach der zweijährigen Pause zählt jetzt Klasse statt Masse

An diesen Erfolg konnte Rani auch 2005 anknüpfen. Ihre Darbietung in dem Drama „Black“ an der Seite von Amitabh Bachchan brachte ihr unzählige positive Kritiken, Anerkennung und einen weiteren Filmfare Award und Filmfare Critic Award als beste Schauspielerin. Noch im gleichen Jahr drehte sie mit Amitabh Bachchans Sohn Abhishek den Road-Movie „Bunty Aur Babli“, mit Shah Rukh Khan „Paheli“ und mit Aamir Khan „Mangal Pandey: The Rising“. 2006 erhielt Rani Mukerji von Mira Nair das Angebot in ihrem Hollywood-Film „The Namesake“ mitzuspielen, welches sie zugunsten Karan Johars Ehedrama „Kabhi Alvida Naa Kehna“ ablehnte. Hier stand sie erneut zusammen mit Amitabh Bachchan, Abhishek Bachchan, Shah Rukh Khan und Preity Zinta vor der Kamera und wurde für ihre Rolle der Maya Talwar für verschiedenste Film-Awards nominiert. 2007 spielte sie in ihrem mittleriweile sechten Yash Raj Film mit. Erneut an der Seite von Saif Ali Khan spielte sie die weibliche Hauptrolle in dem Familiendrama „Ta Ra Rum Pum“. Während dieser Film noch einigermaßen Erfolg hatte, gingen ihre weiteren Filme „Laaga Chunari Mein Daag“ und „Saawariya“ am Box-Office unter, brachten Rani jedoch zumindest jeweils Nominierungen als beste Darstellerin und Nebendarstellerin. 

Rani Mukerji begann, ihre Rollenannahmen zu überdenken, wollte etwas Neues, jenseits der ernsthaften Charakterrollen spielen und versuchte sich 2008 in der Familien-Komödie „Thoda Pyaar Thoda Magic“ von Kunal Kohli und 2009 an der Seite von Shahid Kapoor in „Dil Bole Hadippa!“, ihrer neunten Zusammenarbeit mit dem Hause Yash Raj Films. Doch auch hier blieb der gewünschte Erfolg aus. Rani zog sich dann eine Weile aus dem Film-Business zurück, unterzog sich selbst einer Diät, um überflüssige Pfunde zu verlieren, und einem kompletten Make-Over. In dieser Zeit ist es ruhig geworden um sie und böse Zungen vermuteten bereits das Ende ihrer Karriere. Doch wie bereits erwähnt, ist Rani Mukerji niemand, der kampflos aufgibt, sondern stets danach bestrebt ist, besser und besser zu werden. Sie arbeitete hart an sich und kam schließlich 2011 mit einem Knaller zurück auf die Kinoleinwände, zurück nach Bollywood, mit „No One Killed Jessica“, einem halbbiografischen Film, in welchem sie die Rolle der Journalistin Meera Gaity übernahm und an der Seite von Vidya Balan spielte. Sie erhielt hierfür erneut einen Filmfare Award als beste Nebendarstellerin und war somit wieder zurück im Geschäft. 2012 drehte Rani die Komödie „Aiyyaa“, die er mäßig erfolgreich war, und den Mystery-Thriller „Talaash: The Answer Lies Within“ von Reema Kagti. 

Momentan läuft ihr aktueller Film „Mardaani“ in den indischen Kinos. Erneut ein Film, in dem Rani ihre Leistung als kompetente Charakterdarstellerin unter Beweis stellt. Schon jetzt, nur wenige Tage nach dem Release des Films, häufen sich die positiven Kritiken zu Ranis Darstellung der Polizistin Shivani Shivaji Roy und man kann davon ausgehen, dass sie für diesen Film den ein oder anderen wichtigen Film-Award erhalten wird. Rani Mukerji kann auf eine großartige Karriere zurückblicken. Durch ihre stete persönliche und professionelle Weiterentwicklung, auch was die Auswahl ihrer Filme betrifft, hat sie über die Jahre ein Gespür dafür entwickelt, welche Filme und Rollen ihr guttun und welche der Karriere eher wenig förderlich sind. Heute ist Rani Mukerji eine der größten Schauspielerinnen Bollywoods und eben nicht nur eines von den vielen kleinen Sternchen.


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