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17.11.2014 Von: BNA GERMANY®

Indische Bundesstaaten: Uttarakhand

Der indische Bundesstaat Uttarakhand liegt im Norden Indiens und wird oft als Land der Götter bezeichnet, da sich hier sehr viele Hindu-Tempel befinden, was den Staat zu einer beliebten Pilgerstätte macht. Uttarakhand liegt im Himalaya-Gebirge und grenzt im Norden an den Bundesstaat Himachal Pradesh, im Westen an den Bundesstaat Uttar Pradesh, sowie an Tibet und China im Osten und Nepal im Süden. Die vorläufige Hauptstadt des Bundesstaates ist Dehradun, der Bundesgerichthof hingegen hat seinen Sitz in Nainital. Über neunzig Prozent des Landes besteht aus der Berglandschaft des Himalayas und über die Hälfte des Landes ist bewaldet. Diese wunderschöne Landschaft lockt daher jedes Jahr Millionen von Touristen zum Wandern, aber eben auch zum Pilgern an, befindet sich doch der Ursprung des heiligen Flusses Ganges hier in Uttarakhand. Zudem befindet sich Indiens ältester Nationalpark, der Jim Corbett National Park, in Uttarakhand. Er ist die Heimat des Bengalischen Tigers, der vom Aussterben bedroht ist.


Valley Of Flowers

Valley Of Flowers

Nanda Devi

Nanda Devi

Quelle des Ganges

Quelle des Ganges

Aufgrund seiner geografischen Lage herrschen in Uttarakhand auch verschiedene Klima und Klimazonen, was zu einer enormen Artenvielfalt, vor allem bei Pflanzen führt. Berühmt und zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt ist beispielsweise das Valley Of Flowers, das sich im südwestliches Teil des Staates befindet und auf über 100 Quadratkilometern erstreckt. Aufgrund seiner Geschichte leben in Uttarakhand viele verschiedene ethnische Gruppen mit verschiedensten Religionen, wobei der Hinduismus am weitesten verbreitet ist. Diese Vielfalt bringt auch eine große kulturelle Variation mit sich, was den Besuch dieses Bundesstaates sehr interessant macht. Zu den bekannten Tanzformen dieser Region zählen der Langvir Nritya und der  Barada Nati-Volkstanz. Die meisten Tänze sind religiösen Ursprungs, ebenso wie die regionale Musik. Ein kultureller und religiöser Höhepunkt ist die Kumbh Mela, die alle zwölf Jahre in Haridwar an den Ufern des Ganges zelebriert wird. Ein weiterer beliebter Pilgerort ist Rishikesh. Hier finden sich viele Yoga-Meditations-Zentren. Rishikesh bietet aber auch für Sportler eine gute Location, da hier unter anderem Wildwasser-Rafting-Touren angeboren werden.

Für Wanderer und Kletterfreunde ist Uttarakhand ein Muss. Von den verschiedensten Orten im Osten des Staates aus werden geführte Wander- und Klettertouren angeboten. Man kann die Berglandschaft zwar auch auf eigene Faust erkunden, doch ist davon abzuraten, wenn man der Gegend unkundig ist. Für professionelle Bergsteiger ist die Besteigung des Nanda Devi sicher am reizvollsten. Er ist mit 7.816 Metern der zweithöchste Berg Indiens und stellt selbst für geübte Bergsteiger eine besondere Herausforderung dar. Neben dem Wildwasser-Rafting und dem Bergsport werden in Uttarakhand viele weitere Abenteuersportarten angeboten, darunter Para-Gliding, Sky-Diving, Kajak-Touren, Skifahren, Bungee-Jumping und vieles mehr. 

Unzählige Nationalparks für Tier- und Naturliebhaber

Die Artenvielfalt hat dazu geführt, dass es in Uttarakhand viele Tier- und Pflanzenschutzreservate gibt. Neben dem bereits erwähnten Jim Corbett National Park und dem Valley Of Flowers, lohnt sich auch ein Besuch in einem der vielen anderen Nationalparks, wie dem  Nanda Devi National Park im Chamoli District, dem  Rajaji National Park im Haridwar District, dem Govind Pashu Vihar National Park and Sanctuary im Uttarkashi District und dem Gangotri National Park, ebenfalls im Uttarkashi District. Hier können Sie nicht nur Tiger, sondern auch Leoparden, Schwarzbären, Hirsche, Ziegenantilopen, Otter, Rhesus-Affen, Elefanten und Krokodile in freier Wildbahn beobachten - für Tierfreunde ein wahres Paradies. 

Das jährliche Wirtschaftswachstum von Uttarakhand ist mit über 13 Prozent höher, als das durchschnittliche jährliche Wachstum ganz Indiens. Auch liegt das Einkommen hier um knapp 20 Prozent höher als das durchschnittliche Einkommen ganz Indiens. Da das Land von viel Wald bedeckt ist, zählt die Holzverarbeitung und Holzschnitzerei zu den wichtigen Wirtschaftszweigen und Einkommensquellen für die Bevölkerung. Neben der Holzverarbeitung zählt, wie in vielen Landesteilen Indiens, auch die Landwirtschaft zu einer wichtigen Einkommensquelle. So werden in den Tallandschaften Basmati-Reis, Weizen, Sojabohnen und verschiedene Ölpflanzen angebaut. Darüber hinaus gedeihen hier vor allem Äpfel-, Orangen-, Birnen- und Pfirsichbäume hervorragend. Nur die Hälfte der Ernte wird für die eigene Bevölkerung gebraucht, sodass die andere Hälfe landesweit, aber auch über die Grenzen Indiens hinaus verkauft werden kann und somit das Einkommen gut sichert. 

Infrastrukturell ist der gesamte Bundesstaat bestens ausgebaut. Neben guten Autobahnen, Bus-Routen und guten Zuganbindungen der einzelnen Städte im Staat, zählt der Flughafen von Dehradun zu einem der meisten frequentierten Flughäfen Indiens. Sie erreichen Uttarakhand am besten von Delhi aus. Hier gibt es täglich sechs Flüge nach Dehradun, von wo aus Sie dann Ihre Reise mit dem Bus, Zug oder einem gemieteten Auto fortsetzen können. Eine bestimmte Reisezeit gibt es nicht, denn Uttarakhand ist das ganze Jahr über reizvoll. Allerdings sollten Sie in die höheren Bergregionen nicht mehr nach Mai reisen, da dann der Himalaya-Monsun beginnt, mit Schneestürmen in den Bergen und der Gefahr von Überflutungen in den angrenzenden Talregionen.


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