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04.08.2013 Von: BNA GERMANY®

Star Interview: Emraan Hashmi

Bollywood-Star Emraan Hashmi besuchte dieses Jahr zum ersten Mal die Berlinale. Grund des Besuchs war, dass der bosnischen Regisseur Danis Tanovic, mit welchem Emraan Hashmi noch dieses Jahr ein gemeinsames Film-Projekt haben wird, seinen Film „An Episode In The Life Of An Iron Picker“ vorstellte, der im Wettbewerb lief. So reiste Emraan Hashmi mit seiner Frau Parveen und seinem kleinen Sohn Ayaan nach Berlin, um Danis Tanovic zu unterstützen und auch, um mit den Dreharbeiten zu dem gemeinsamen Film zu beginnen. Wir trafen Emraan Hashmi nach der Abschlussfeier der Berlinale zum exklusiven Interview und ließen ihn auch einige Autogramme für seine Fans unterschreiben, die wir anschließend verlost haben.


Emraan Hashmi

Emraan Hashmi mit Ehefrau Parveen auf der Berlinale

Es ist ja Ihr erstes Mal, dass Sie in Berlin sind und auch auf der Berlinale. Wie sind Ihre ersten Eindrücke von dem Filmfestival hier in Berlin?

Emraan Hashmi: Ja, es stimmt, es ist mein erstes Mal hier in Berlin und auch auf dem Filmfestival. Ich war zuvor noch nie auf der Berlinale gewesen. Ich bin ja Schauspieler des Hindi-Kinos, das allgemein als „Bollywood“ gekannt ist. Aber ich bin hier, um Danis Tanovics neuen Film zu präsentieren und ich mag sehr die Atmosphäre hier. Jeder hier mag Filme und es ist toll, Teil dieses ganzen Festivals zu sein.

Können Sie uns denn schön etwas über Ihr kommendes gemeinsames Projekt mit dem bosnischen Filmregisseur Danis Tanovic sagen?

Emraan Hashmi: Oh, ehrlich gesagt kann ich darüber noch gar nicht viel sagen, weil ich selbst noch nicht weiß, mit wem ich zusammen drehen werde, wer die Co-Stars sind. Da müssten Sie Danis selbst fragen. Ich weiß nur, dass ich in dem Film mitspielen werde (lacht).

Wie kam es aber dazu, dass Danis Tanovic Sie für seinen nächsten Film ausgewählt hat? Wie ist er auf Sie aufmerksam geworden?

Emraan Hashmi: Vor einem Jahr habe ich den Film „Shanghai“ gemacht. Und dieser Film lief auch auf verschiedenen Filmfestivals. Danis plante zu diesem Zeitpunkt bereits seinen neuen Film und suchte nach einem indischen Schauspieler. Und nachdem er mich dann in „Shanghai“ sah, war er scheinbar von mir überzeugt und kontaktierte mich. Danis kam nach Mumbai, wo ich ihn dann auch traf. Wir unterhielten uns erst ganz allgemein über unsere Filme und er gab mir schließlich sein neues Skript zum Lesen. Und ich mochte das Skript. So entschlossen wir uns, zusammenzuarbeiten.

Wie war denn die Reaktion Ihrer Familie und Freunde auf die News, dass Sie nun in einem internationalen Projekt mitarbeiten werden oder wie fühlen Sie sich jetzt?

Emraan Hashmi: Ich arbeite bereits seit acht bis neun Jahren in der Filmindustrie und ein internationales Projekt ist wie ein Türöffner. Und natürlich freue ich mich sehr auf diese Möglichkeit, zumal Danis auch ein fantastischer Filmemacher ist. 

Gratulation auch von unserer Seite. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Emraan Hashmi: Vielen herzlichen Dank.

Wir haben gehört, dass Sie in Indien gerade an den Dreharbeiten eines neuen Films gearbeitet haben und die Dreharbeiten extra für Ihren Besuch in Berlin unterbrochen haben. Welcher Film ist es denn?

Emraan Hashmi: Ich habe in Indien momentan mehrere Projekte am Laufen. Da ist zum Beispiel „Ek Thi Daayan“, der gerade fertiggestellt wird und im April in die Kinos kommen wird. Dann habe ich noch einen anderen Film mit dem Titel „Ghanchakkar“, der im Juni oder Juli in die Kinos kommen wird und ich drehe jetzt gerade für den Film „Ungli“. Der kommt dann voraussichtlich im Oktober dieses Jahres in die Kinos. Und danach steht dann Danis Film an. Wir haben gestern gerade mit den ersten Dreharbeiten für Danis Film hier in Berlin angefangen. Die Dreharbeiten werden noch eine Woche dauern.

Auch wenn Sie gerade erst wenige Tage in Berlin sind – mit welchen Wörtern würden Sie Deutschland und die Deutschen beschreiben?

Emraan Hashmi: Hmmm, schwierig. Ich bin ja noch nicht so lange hier. Aber gleich vom ersten Tag an habe ich festgestellt, dass die Deutschen sehr warmherzig und freundlich sind. Berlin ist eine Stadt voller Geschichte und so multikulturell. Das mag ich. Und auch das Filmfestival ist sehr schön.

Also können wir erwarten, Sie in Zukunft öfters in Deutschland empfangen zu können?

Emraan Hashmi: Ja klar. Ich würde gern auch wieder nächstes Jahr zur Berlinale kommen. Doch noch lieber würde ich gern mit meiner Familie noch einmal nach Deutschland kommen und mit meiner Frau und meinem Sohn hier Ferien machen. Ich hoffe, ich habe bald dazu die Gelegenheit.

Einige Ihrer Fans haben uns Fragen geschickt. So lassen Sie uns zur ersten Frage kommen: Wie reagiert Ihre Frau auf Liebes-Szenen oder Kuss-Szenen in Ihren Filmen? Ist sie eifersüchtig?

Emraan Hashmi: Nein, sie akzeptiert das und hat keine Probleme damit; schließlich kennt sie mich schon lange und weiß, dass auch solche Szenen Teil meines Berufs sind.

Ihr Sohn Ayaan ist ja noch sehr jung. Würden Sie ihm später jedoch erlauben, sich Ihre Filme anzuschauen?

Emraan Hashmi: Ja, wieso nicht? Er kann sich die Filme der Altersfreigabe entsprechend ansehen. Wenn mein Film eine Altersfreigabe ab 6 Jahren hat, kann er sich den Film anschauen. Andere Filme, die vielleicht erst ab 18 erlaubt sind, darf er sich dann auch erst mit 18 Jahren anschauen.

Welches sind Ihre Lieblingsorte oder Städte?

Emraan Hashmi: Ich liebe Paris. Ich bin sehr gern in Goa. Aber ich mag es auch, fremde Orte, Länder und Kulturen zu entdecken.

Eine weitere Fan-Frage betrifft Ihre Cousine Alia Bhatt, die Ihr Filmdebüt kürzlich in „Student Of The Year“ hatte. Wir fanden Sie ihre Performance und glauben Sie, dass ihr eine große Karriere in Bollywood bevorsteht?

Emraan Hashmi: Alia? Sie ist fantastisch und sie gab eine großartige Performance in dem Film ab. Man merkt gar nicht, dass es ihr erster Film war, sondern könnte denken, dass sie schon zehn Filme zuvor gemacht hat. Sie hat wirklich viel Talent und ich werde sie selbstverständlich immer unterstützen.

Haben Sie damit rechnet, dass Sie so viele Fans in Deutschland haben und damit, dass einige sogar am Roten Teppich standen, um Sie willkommen zu heißen?

Emraan Hashmi: Ich war schon sehr überrascht und es war schön, sie am Roten Teppich zu sehen. Sie riefen sogar meinen Namen. Ich war sehr nervös. Ich mag es, meine Fans zu treffen. Ich bekomme schon sehr viele Mails von Fans aus Deutschland, aber es war das erste Mal, dass ich sie auch persönlich in Berlin sehen konnte. Das ist schon ein ganz anderes Gefühl. Also, ich wusste zwar, dass ich hier Fans habe, aber es war schön, sie zu treffen. Ein Fan hatte auch die indische Flagge. Ich wünschte nur, dass ich mehr Zeit für meine Fans gehabt hätte. Doch ich kam zu spät am Roten Teppich an und wir waren sehr in Eile, da wir ja Danis‘ Film vorstellen wollten. Und heute Abend war es ebenfalls sehr knapp. Ich kam gerade vom Shooting und wir mussten uns sehr beeilen. Ich bedauere wirklich sehr, dass ich nicht mehr Zeit für meine Fans hatte. Meine aufrichtige Entschuldigung an sie. Aber ich verspreche, dass ich versuchen werde, so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zu kommen und dann auch mehr Zeit für sie zu haben.

Sie haben einen ganz besonderen Fan hier in Deutschland: Ihr Name ist Virginia. Sie haben Sie 2011 in Mumbai getroffen. Sie bat uns, Ihnen folgende Message zu übermittelt. Lassen Sie mich vorlesen:

„Willkommen in Deutschland. Ich sah Dich gestern am Roten Teppich. Leider hast Du mich nicht gesehen. Aber es war schön, Dich wiedergetroffen zu haben. Ich wünsche Dir einen schönen Aufenthalt in Berlin und ein schönes Filmfestival. Ich hoffe, Dich bald wiedersehen zu können. Eine große Umarmung für Dich.“

Emraan Hahsmi: Oh, das ist so süß. Meine Entschuldigung an Virginia. Es tut mir sehr leid. Ich hatte zu wenig Zeit am Roten Teppich. Hätte ich gewusst, dass sie da war, hätte ich es sicher organisieren können, dass wir uns irgendwo treffen und ein bisschen hätten plaudern können. Aber dennoch vielen lieben Dank. Auch für den herzlichen Empfang hier in Berlin. Ich traf sie, als sie nach Mumbai kam. Sie ist ein sehr süßes Mädchen. Ich wünsche ihr viel Glück. Hoffentlich können wir das nächste Mal, wenn ich nach Berlin komme, mehr Zeit zusammen verbringen.

(Interview geführt: Februar 2013)


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